Eine festgefahrene Sonderanlage wieder in Bewegung gebracht
Wie ein Anlagenbau-Projekt nach verpasstem Produktionsstart wieder handlungsfähig wurde – durch klare Führung an einer Stelle.
Ein industrielles Produktionsunternehmen stand vor einer Sonderanlage, deren geplanter Produktionsstart bereits in der Vergangenheit lag, während Montage und Maschinenabnahme noch ausstanden. Verkettete Einzelmaschinen waren ungetestet, die zugrunde liegende Technologie war in dieser Dimension neu. In dieser Lage übernahm der eingesetzte Gesamtprojektleiter die zentrale Steuerung, führte über klare Tagesziele und verhandelte direkt mit den Lieferanten. Am Ende stand eine lauffähige Anlage mit ersten positiven Ergebnissen – und ein Team, das wieder koordiniert auf gemeinsame Ziele hinarbeitete.
Projekt auf einen Blick
- Projekt: Director of Supplier Management (Rolle)
- Kunde: Ein mittelständisches industrielles Produktionsunternehmen in Süddeutschland
- Branche: Solarzellenfertigung
- Unternehmensdaten: Rund 600 Mitarbeitende, davon etwa 80 im Projektteam
- Projektziel: Fertigstellung der Montage, Anlauf der Einzelmaschinen im verketteten Betrieb und Inbetriebnahme der Gesamtanlage mit Optimierung der Leistungsdaten
- Rolle: Gesamtprojektleiter mit Verantwortung für das Lieferantenmanagement
- Ergebnis: Lauffähige Anlage mit ersten positiven Ergebnissen, eingegrenzter Verlust, koordinierte Zusammenarbeit
Ausgangslage
Im Mittelpunkt stand eine komplexe Sonderanlage zur Herstellung neuartiger Module. Der Start of Production lag zum Zeitpunkt der Übernahme bereits in der Vergangenheit – die Anlage war jedoch noch nicht fertig installiert. Die einzelnen Maschinen waren in ihrer Funktion noch nicht getestet, und die Maschinenabnahme nach Maschinenrichtlinie war noch nicht erfolgt. Erschwerend kam hinzu, dass die zugrunde liegende, komplett neu entwickelte Technologie zuvor noch nie in der Größe eines vollständigen Moduls umgesetzt worden war. Damit traf ein bereits verschobener Zeitplan auf eine technische Aufgabe ohne Erfahrungswerte.
Die Realität hinter dem Zielbild
Das Zielbild war klar: eine fertige, abgenommene und im verketteten Betrieb laufende Anlage. Die Realität auf der Baustelle sah anders aus. Während der Montage fehlte ein koordiniertes Vorgehen, sodass die einzelnen Gewerke nicht ineinandergriffen. Die Einzellieferanten wurden zudem viel zu spät eingebunden – zu einem Zeitpunkt, an dem sich Verzögerungen bereits aufgebaut hatten. Verschärfend kam hinzu, dass sich Maschinen bereits außerhalb der Gewährleistung befanden. Zwischen dem ursprünglichen Anspruch und dem tatsächlichen Zustand der Anlage klaffte damit eine deutliche Lücke, die mit jedem Tag schwerer zu schließen war.
Vorgehen und Lösung
Als Gesamtprojektleiter mit Verantwortung für das Lieferantenmanagement setzte der Verantwortliche an der entscheidenden Stelle an: der Steuerung. Statt verteilter Zuständigkeiten wurden die Tätigkeiten zentral auf eine Hand zusammengeführt, um Entscheidungen schnell und konsistent treffen zu können. Die Arbeit wurde über klare Vorgaben mit konkreten Tageszielen strukturiert, sodass für alle Beteiligten jederzeit nachvollziehbar war, was bis wann zu erreichen war. Parallel dazu wurden die Verhandlungen mit den Lieferanten direkt geführt, um die für den Anlauf nötigen Beiträge sicherzustellen.
Wesentliche Maßnahmen
- Zentralisierung der Tätigkeiten auf eine verantwortliche Steuerung
- Klare Vorgaben mit konkreten Tageszielen
- Direkte Verhandlungen mit den Lieferanten
Ergebnis
Am Ende des Projekts stand eine lauffähige Anlage, die erste positive Ergebnisse erzielte. Der drohende Verlust konnte eingegrenzt werden. Ebenso wichtig: Alle Beteiligten arbeiteten wieder koordiniert auf die gemeinsamen Ziele hin. Aus einer festgefahrenen Situation war eine handlungsfähige Grundlage für den weiteren Betrieb geworden.
Was konkret vorlag
- Der Verlust konnte eingegrenzt werden
- Die Anlage wurde lauffähig gemacht und erzielte erste positive Ergebnisse
- Alle Beteiligten arbeiteten koordiniert an den Zielen
Kundenzitat
„Für die geordnete Fortführung des Projekts nach dem Einsatz des PRECI-Projektmanagers haben wir unsere zwei stärksten internen Projektleiter gemeinsam eingesetzt, da Umfang und Komplexität der Aufgabe für eine einzelne interne Führungskraft nicht angemessen beherrschbar gewesen wären.“
Anonymisiert (NDA)

Was diese Success Story über PRECI zeigt
Der Fall zeigt, worauf es in festgefahrenen Projektlagen ankommt: Entscheidungsklarheit und eine Steuerung, die Verantwortung übernimmt, statt sie zu verteilen. PRECI bringt genau diese Senior-Executive-Erfahrung in den produzierenden Mittelstand – mit realistischer Analyse, klaren Handlungsoptionen und ausgeprägter Umsetzungsnähe. Dieser Fall steht für die Verbindung von Führung, Operations und konsequenter Programmumsetzung bis zum belastbaren Ergebnis.
Ähnliche Herausforderung?
Wenn ein Projekt in Ihrem Haus den Zeitplan verloren hat und die Steuerung nicht mehr greift, lohnt sich ein klärendes Gespräch. Sprechen Sie mit PRECI darüber, wie sich Ihre Situation wieder handlungsfähig machen lässt.